Sommerfreizeiten ‘09 - Part II
Heute kommt wie versprochen der zweite Teil meiner Schilderungen. Nun ist die Kinderfreizeit dran.
Die verbleibenden 29 Stunden zwischen Italien und Euerbach nutzte ich mehr oder weniger nur zum Essen, Schlafen und dazu, meine Reisetasche einmal komlett umzudrehen und zwei Haufen zu bilden. Der eine landete gleich darauf wieder in der Tasche, am anderen bewies ich meine häuslichen Kenntnisse im Bedienen einer Waschmaschine.
Nachdem die 29 Stunden erstaunlich schnell vorrüber waren, hieß es schließlich am Montag morgen erneut den EJ-Bus zu beladen ohne auch nur einen Kubikzentimeter Ladekapazität zu verschenken. Am Zeltplatz in Euerbach angekommen war dann noch etwas Zeit, das Material zu verstauen, bevor um 10 Uhr die knapp 50 Kinder (ich glaub genau waren es 44) kamen. Mit deren Hilfe war nun das Zeltaufbauen angesagt, das teilweise etwas abenteuerlich war
, letztendlich standen aber die neun Zelte.
Nach einem kurzen Kennelernen und dem Mittagessen kamen die Kinder zum ersten Mal richtig mit dem Thema des Zeltlagers in Berührung: dem Mittelalter. Aufgabe war es, für jedes Zelt ein Wappen zu entwerfen. Zuvor hatten die Kinder noch eine Abenteuerreise in Form einer Spielekette zu bewältigen. Am Abend gab es noch eine Fackelwanderung und dann war der erste Tag auch schon wieder um.
An den nächsten beiden Tagen gab es dann verschiedene Workshops, beispielsweise das Basteln eines Burgfräuleinhutes oder eine Knappenhemdes oder das Gestalten eines Kirchenfensters. Außerdem gab es noch ein Chaosspiel, eine Filmnacht und einiges mehr.
Am Donnerstag stand dann die Wanderung zur Wolfsschlucht an. Auf dem (laut openstreetmap) vier Kilometer langen Weg, der evtl. doch etwas zu lang war, hatten die Kinder unterwegs immer wieder an einzelnen Stationen verschiedene Aufgaben zu erledigen. An der Wiese in Kützberg angekommen, gab es erst einmal gegrillte Bratwürste. Nachdem sich die Kinder dann noch etwas ausgetobt hatten, ging’s auch wieder zurück. Auf dem Platz gab es schließlich noch einen Gottesdienst und abends zum Abschluss einen bunten Gauklerabend.
Der Freitag war dann hauptsächlich geprägt von Aufräumen, Aufräumen und natürlich auch Aufräumen. Zusammen mit den Kindern legten wir die Zelte ein, dann gab’s noch ein kurzes Feedback, ein Gruppenfoto und gegenseitiges Abschiednehmen. Dann war es auch schon ein Uhr und die Kinder wurden abgeholt. Für uns gab es aber noch jede Menge zu tun. Das ganze Material musste noch zusammengesucht und im Bus verstaut werden, diese dann in Schweinfurt wieder entladen und alles an seinen Platz gebracht werden. Außerdem war der Platz noch zu säubern und Dinge wie die Bierbänke wieder zu verstauen.
Nach mehrmaligem Fahren zwischen dem Zeltplatz und dem Jugendwerk waren wir dann aber auch so weit: Alles war erledigt und wir konnten uns alle auf die unmittelbar bevorstehehnde Pizza freuen. Das Verzehren ebendieser (ich stellte mit meinem Schnitzel eine traurige Ausnahme
), war noch einmal sehr unterhaltsam und wir zogen mit unseren Tischritualen (”Fröhlich sei das Abendessen”) teilweise die Aufmerksamkeit der ganzen Gaststätte auf uns. Nachdem wir fertig gegessen hatten bzw. einige vor ihrer 40-Zentimeter-Pizza kapitulieren mussten und sich diese Einpacken ließen, war auch für uns Feierabend und für mich mehr als 300 Stunden EJ quasi am Stück zu Ende.